Abenteuerspielplatz Wulfen vor dem Aus - Munitionsdepot MUNA wird modernisiert

Ortsverein


FOTO: Mengedoht

Seit einigen Tagen verfolge ich sowohl die Berichterstattung über die drohende Schließung des Abenteuerspielplatzes Wulfen, als auch die über eine Modernisierung des Munitionsdepots in Wulfen.
Seit nunmehr 34 Jahren steht den Kindern in Wulfen ein Abenteuer-spielpatz zur Verfügung. Er wird rege besucht und genutzt.
Sicherheitsmängel erfordern nun die Investition einiger tausend Euro, um ein weiteres Betreiben zu ermöglichen.
Mit einem finanziellen Aufwand in Höhe von fast zehn Millionen Euro wird zur Zeit Deutschlands größtes Munitionsdepot in Wulfen modernisiert. Mitten in Dorsten, zwischen Wulfen und Dorsten, lagert die Bundeswehr in einem ca. 200 ha großen Areal, in ca. 400 Bunkern derzeit ca. 30 000 Tonnen Munition (Geschosse von der Pistolenkugel bis zur Panzergranate). Kapazität wäre für ca. 62 000 Tonnen Munition.

Neue Gebäude für Munitionsarbeiten und Verwaltung, ebenso schnellere Datenleitungen wurden bzw. werden in Betrieb genommen. Nahezu fertig gestellt ist ein Packmittelschuppen für Material zur Versendung der Munition an Soldaten im Auslandseinsatz. Komplett erneuert werden soll der acht Kilometer lange Zaun ums gesamte Areal.

Im Juni 2014 soll mit dem Bau einer Feuerwache für 12 Feuerwehrleute begonnen werden, obwohl die 2011 (für ca. 11,5 Mio Euro erbaute) in Betrieb genommene Feuerwache Dorsten lediglich ca. 500 Meter Luftlinie entfernt liegt. Kosten dieser Maßnahme ca. 3,5 Mio Euro. Die Frage warum es hier keine militärisch-zivile Zusammenarbeit (und somit kostengünstigere Lösung) gibt, stellen sich selbst hochrangige Angehörige der Bundeswehr.
Auch wenn mir bekannt ist, dass fehlende Finanzmittel für eine Restaurierung des Abenteuerspielplatzes in Wulfen nicht aus dem Haushalt des Verteidigungsministeriums kommen, so stelle ich doch folgende Fragen:
Wie erklären wir den Nutzern des Abenteuerspielplatzes in Wulfen, unseren Kindern und Enkelkindern, dass für eine dringend notwendige Restaurierung des Abenteuerspielplatzes keine finanziellen Mittel in Höhe von einigen Tausend Euro zur Verfügung stehen, das Munitionsdepot MUNA jedoch zeitgleich für ca. 10,0 Mio Euro modernisiert wird?
Wie erklären wir den Deutener Bürgern, dass über Jahre geforderte DSL-Verbindungen unmöglich sein sollen, gleichzeitig jedoch, ohne große Probleme, ein militärisch genutztes Nachbarareal mit hochmodernen Datenleitungen versorgt werden kann?
Wir wollen, mitten im Stadtgebiet gelegen, nicht länger das größte Munitionsdepot Deutschlands!
Wir wollen eine friedliche und zivile Nutzung dieses Areals!
Unseren Kindern und Enkelkindern wollen wir eine friedliche Kindheit und eine kindgerechte Entwicklung u.a. auf heimatnahen Abenteuerspiel-plätzen auch dann ermöglichen, wenn hin- und wieder in Sicherheitsmaßnahmen investiert werden muss.

Reinhold Grewer

 
 

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